BUCKOW. Auf der Suche nach Metall, das sie verkaufen können, machen Kriminelle vor ehrenamtlich betriebenen Museumszugstrecken nicht Halt. Nach der Deutschen Bahn (DB) ist nun auch die Buckower Kleinbahn östlich von Berlin von Dieben schwer geschädigt worden. "Auf dem Streckenabschnitt zwischen Müncheberg und Waldsieversdorf wurden 200 Meter Fahrleitung entwendet", sagte Uwe Klötzer, der Vorsitzende des Eisenbahnvereins Märkische Schweiz, gestern der Berliner Zeitung. "Ein Mitglied unseres Vereins hat den Metalldiebstahl in der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag entdeckt."Wenige Stunden zuvor hatte ein elektrisch betriebener Sonderzug mit hessischen Eisenbahnfreunden den Tatort passiert. Am Wochenende musste der Fahrbetrieb dagegen mit einer Diesellok abgewickelt werden. "Das ist für uns viel teurer", sagte Klötzer. Wann die elektrische Fahrleitung wieder zur Verfügung steht, sei noch nicht absehbar.Die Strecke, die zwischen Müncheberg und Buckow im Kreis Märkisch-Oderland durch eine reizvolle Wald- und Seenlandschaft führt, gilt als Besonderheit. Sie zählt zu den wenigen Museumsbahnen, die normalerweise elektrisch betrieben werden - mit 600 Volt Gleichstrom. Auf der 4,9 Kilometer langen Trasse fahren seit 2002 nach mehrjähriger Unterbrechung wieder Reisezüge.Der Schaden, den Kabeldiebe im Kreis Havelland an der DB-Strecke Berlin-Hannover hinterlassen hatten, ist inzwischen behoben. Seit Sonnabend rollt dort der Verkehr wieder planmäßig, hieß es. (pn.)