Genf/Tel Aviv - Bei den Atomgesprächen mit dem Iran werfen nun westliche Außenminister ihr Gewicht für eine friedliche Lösung in die Waagschale. Am zweiten Tag der Verhandlungen wurden US-Außenminister John Kerry, sein britischer Kollege William Hague, der amtierende Bundesaußenminister Guido Westerwelle und Frankreichs Ressortchef Laurent Fabius in Genf erwartet. Das Auswärtige Amt in Berlin sprach von einer „wichtigen und schwierigen Phase der Verhandlungen“. Ein Sprecher von Fabius in Paris sagte: „Die Verhandlungen sind vorangekommen. Vielleicht gibt es für die Minister die Chance, weitere Fortschritte zu erleichtern.“

Auf dem Verhandlungstisch in Genf liegt eine Übergangslösung, wie es aus Delegationskreisen hieß. Demnach soll Teheran sein Atomprogramm zunächst aussetzen. Im Gegenzug sollen einige der gegen das Land verhängten Wirtschaftssanktionen aufgeweicht oder auf ausländischen Bankkonten blockierte Gelder aus Öleinnahmen freigegeben werden. In einem zweiten Schritt soll dann über ein umfassenderes Abkommen verhandelt werden. Dieses soll sicherzustellen, dass der Iran nicht unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms an Atomwaffen arbeitet.

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