Eigentlich sollte man ja die Feste feiern, wie sie fallen. Aber was tun, wenn die Vorgänger-Bigband "Variation" 1984 gegründet wurde, das daraus hervorgegangene "Vielharmonie Orchestra" jedoch erst im Frühjahr 1986 sein erstes Konzert gab? Da ist die goldene Mitte als offizielles Geburtsdatum durchaus legitim. Und so feiern Frank Raschke und seine 13 Musiker morgen "10 Jahre Vielharmonie Orchestra" mit ihrem Publikum.Damals waren übrigens noch Angelika Weiz - heute längst mit eigener Band unterwegs - und Hendrik Bruch - inzwischen in der Schlagerbranche - dabei. Und auch wenn das Durchschnittsalter der Musiker heute etwas höher liegt und die Band als Gesellschaft bürgerlichen Rechts firmiert, ist die Musik doch unverändert jung und frisch geblieben. Dafür sorgen die kompositorischen Einfälle Frank Raschkes ebenso wie die nach wie vor originelle Besetzung: Sopran-, Tenor- und Altsaxophon, zwei Hörner, Tuba, Posaune, Gitarre, Violine, Baßgitarre, Schlagzeug und Piano. Lediglich Vibraphon und Marimbaphon (Franz Bauer) sind neu, passen aber nahtlos in das Konzept konzertanter, moderner Jazzmusik, ergänzt durch kammermusikalische Anleihen.So finden sich auf der CD "Round Midnight" neben Monks Jazz-Klassiker auch Adaptionen von Kompositionen Gustav Mahlers, Peter Tschaikowskis und Herbie Hancocks. Das Motto: "Feel the Harmony - viel Harmonie - Vielharmonie!" Und wer Frank Raschke kennt, weiß, daß er zum Geburtstag nicht nur sein Publikum überraschen, sondern auch sich selbst einige musikalische Wünsche erfüllen wird. Morgen um 20 Uhr im Kesselhaus der Kulturbrauerei. +++