Viktor Janukowitsch hat einen Retter in der Not gefunden. Während daheim in Kiew Demonstranten seinen Rücktritt fordern, das Parlament blockiert ist und die Staatskasse leer, ist der ukrainische Präsident nach Moskau geflogen. Es hat sich gelohnt. 15 Milliarden Dollar (ca. elf Milliarden Euro) gibt der Kreml der Ukraine als Kredit, sowie einen Preisnachlass von einem Drittel auf russisches Erdgas. Und das – so behauptete es Russlands Präsident Wladimir Putin am Dienstagabend – ohne jede Gegenleistungen.

„Mit Blick auf die Wirtschaftskrise“ und „zwecks Stärkung des Haushalts der Ukraine“ habe die russische Regierung entschieden, 15 Milliarden Dollar in ukrainischen Staatsanleihen anzulegen. „Ich betone: Das ist mit keinerlei Bedingungen verbunden“, so Putin – man habe zum Beispiel kein Einfrieren von Renten und Gehältern gefordert. Das war eine Anspielung auf den Internationalen Währungsfonds, der der Ukraine harte Auflagen für einen Kredit machen wollte. „Und ich möchte alle beruhigen: Die Frage eines Beitritts der Ukraine zur Zollunion haben wir heute überhaupt nicht angesprochen.“

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