Vor Jahren hat Volker Perthes in Damaskus gelebt. Damals herrschte noch Frieden. Jetzt bekommt der Nahost-Experte die Gelegenheit, dazu beizutragen, dass der Krieg in Syrien wenigstens gebändigt werden kann. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat den 57-Jährigen, der fließend Arabisch spricht und etliche Bücher über die Region veröffentlicht hat, in ein Gremium berufen, das zwischen den kriegführenden Parteien vermitteln soll. Außer dem Deutschen gehören ihm die schwedische Diplomatin Birgitta Holst Alani, der Schweizer Völkerrechtler Nicolas Michel und der frühere Staatssekretär im norwegischen Außenministerium Jan Egeland an, der schon in einigen Konflikten auf Vermittlungsmission war.

„Es ist wichtig, alle diplomatischen Möglichkeiten auszuprobieren“, sagte Perthes der Berliner Zeitung. „Dieser Krieg wütet schon viel zu lange.“ Mehr ist dem Chef der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), normalerweise ein ebenso gern gesehener wie eloquenter Gast in allen Talkshows, nicht zu entlocken. Das Vermittlerquartett hat sich ein Schweigegelübde auferlegt, um seine heikle Mission nicht zu gefährden.

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