Schon in der (West)-Berliner Verfassung von 1950 stand, die „ gesetzgebende Gewalt steht allein der Volksvertretung und durch den Volksentscheid dem Volke zu“. Letztere gewannen aber erst in jüngster Zeit an Bedeutung. Der Volksentscheid für oder wider die Bebauung auf dem Flughafen Tempelhof ist der fünfte, seit unter Rot-Rot 2006 die „Direkte Demokratie“ rechtlich befördert wurde.

Das Volk stimmte 2008 ab zum Flughafen Tempelhof, 2009 zum Thema Religionsunterricht (Pro Reli), 2011 zu den Wasserverträgen und 2013 zum Volksentscheid Neue Energie. Einzig erfolgreicher Entscheid auf Landesebene war der des Wassertischs. Wirkungslos war jedoch keine der Initiativen. Alle haben Debatten angeschoben oder verstärkt, die es im langen, ruhigen Fluss des parlamentarischen Alltags so nicht gegeben hätte. Grundsätzlich bereichert es die Demokratie, wenn Bürger nicht nur alle fünf Jahre wählen, sondern sich auch in Sachfragen einbringen.

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