In Berlin galt bis zur Einheit alliiertes Recht. Die Berliner waren verpflichtet, ihre Ausweise immer mit sich zu führen. Ein Verstoß gegen dieses Gesetz konnte auch mit einem Bußgeld geahndet werden.Polizeikontrollen in West-Berlin waren bis 1975 im Polizeiverwaltungsgesetz geregelt.16 000 Polizisten waren in West-Berlin zu dieser Zeit für die Umsetzung der Kontrollen zuständig.Das Prinzip der Verhältnismäßigkeit setzte dabei immer eine Begründung der Kontrolle voraus (z. B. Terroristenfahndung). Das ASOG, das Allgemeine Sicherheits- und Ordnungsgesetz, wurde 1975 im Westteil eingeführt. Verdachtsunabhängig durfte aber auch danach niemand kontrolliert werden. In Ost-Berlin galt bis 1990 ebenfalls die permanente Ausweispflicht. Gesetzlich gab es keine verdachtsunabhängigen Kontrollen, die Polizei führte sie aber trotzdem durch.