Wien/Frankfurt/Main. sld Fußball-Nationalspieler Ulf Kirsten soll Zeitungsberichten zufolge Informationen an die Stasi geliefert und dafür Geld erhalten haben. Schon vor zwei Jahren hatte Kirsten eine MfS-Tätigkelt eingestanden.Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) soll Ulf Kirsten während seiner Zeit bei Dynamo Dresden als Inoffizieller Mitarbeiter der Stast Berichte geschrieben und "dafür in einem Fall auch Geld erhalten" haben. Dies gehe aus einer 187 Selten starken Akte der Berliner Gauck-Behörde hervor."Am liebsten würde ich mit dem Fußball aufhören", sagte Kirsten am Rande des Länderspiels in Wien. Ex habe im vergangenen August versucht. Einsicht in die Akten zu bekommen, aber diese seien angeblich verschwunden gewesen. "Es kann doch nicht angehen, daß Jaumallsten Einsicht bekommen und ich nicht."Kirsten soll am 26. April 1984 eine Verpflichtungserklärung unterschrieben haben und sei erst am 19. August 1988 entlassen worden. Dem Deutschlandfunk vorliegende Informationen sollen laut FAZ belegen, daß Kirsten der Stasi 16 Namen nannte, als er die Dresdner Diskothek "Volksheim Laubegast" wegen vermuteter Tausch- und Sehlebergeschäfte observierte. Außerdem habe sich Kirsten bereiterklärt, seine Mannschaftskameraden Hans-Uwe Pilz und Ralf Minge zu beobachten.Der DFB reagierte lxx Wien gelassen. Man stehe voll hinter dem Spieler. DFB-Präsident Egidlus Braun erklärte: "Für uns Ist das entscheidende Kriterium, ob einer einem anderen Menschen Schaden zugefügt hat."Laut der Akte, so die FAZ, habe Kirsten im Dezember 1985 eine Prämie von 200 Mark quittiert und sich dabei schriftlich verpflichtet, das Ministerium für Staatssicherheit "noch besser zu unterstützen".Schon Im April 1992 hatte Kirsten zugegeben, seit 1983 für die Stasi gearbeitet zu haben. Damals hatte der DEB erklärt, daß sich Kirsten schon zuvor offenbart habe.Damals gab Kirsten in einem offenen Brief sein Ehrenwort, daß er niemanden in Schwierigkeiten gebracht habe. "Ich schrieb in all den Jahren keinen einzigen Bericht, schwärzte niemanden an. Keinen Freund, keinen Verwandten, keinen Mannschaftskameraden. Ehrenwort."