Gegen Hass, Intoleranz und Nationalismus: Mit einer Plakataktion wollen mehrere Berliner Clubs vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin ein Zeichen gegen Rechts setzen.

Die etwa ein Dutzend Motive wenden sich vor allem gegen die Alternative für Deutschland. Die Plakate sollen "darüber aufklären, was die AfD in Berlin will und zeigen, dass Berlins wichtigstes Aushängeschild, die Berliner Clubkultur, nichts von Abgrenzung und Hetze hält", sagt "Zug der Liebe"-Organisatior Jens Schwan, der die Aktion initiiert hat. Er sei von den etablierten Parteien wie CDU und SPD enttäuscht, weil diese sich mit ihren Plakaten nicht explizit gegen die Hetze der AfD stellen würden.

"Unsere Clubs sind genauso international wie die Stadt selbst", sagt Schwan: "An der Tür, hinter Bar und am DJ-Pult arbeiten in den Clubs dieser Stadt locker hundert verschiedene Nationen." Daher sei es selbstverständlich, dass in den Berliner Clubs kein Platz sei für rassistische, sexistische und anderen diskriminierende Verhaltensweisen.

Goldengate, Yaam, Schwuz und Magdalena machen mit

2000 Plakate sollen in den nächsten Tagen in der ganzen Stadt zu sehen sein, vor allem auf der Straße, aber auch in und vor den Clubs. Unter anderem Goldengate, Yaam, Schwuz und Magdalena beteiligen sich an der Aktion.

"Kunst und Kultur beruhen auf Vielfalt und Toleranz. Intoleranz ist Einfalt und keiner Bühne wert. Wähle nicht AfD", heißt es etwa auf einem Plakat. Auf einem anderen ist der Spruch "Lieber international zusammen als national allein" zu lesen, auf einem weiteren "Du willst zu angesagten DJ's aus aller Welt tanzen? Dann wähle nicht AfD!" oder "Lieber vereint tanzen als getrennt hetzen. Wähle nicht AfD!"

Organisator Jens Schwan hofft, dass die Motive viele Menschen in Berlin ansprechen: "Wenn Clubs Stellung beziehen gegen Rechtspopulismus, sollte das auch die Clubgänger zum Nachdenken bewegen, nicht der AfD ihre Stimme zu geben."