Bangkok - An den Ringen seiner Hand blitzen Brillanten. Die schwere Armbanduhr wirkt wertvoll wie ein Klumpen Gold. Der König von Balch, wie Bewohner der Stadt Masar-i-Scharif ihren Provinzgouverneur Atta Mohammad Noor nennen, strotzt inmitten seines Palastes vor Selbstbewusstsein. „Wir haben Unterstützung im ganzen Land“, behauptete er bereits im Herbst des vergangenen Jahres in einem Gespräch mit der Berliner Zeitung, „wir werden die Präsidentschaftswahl gewinnen.“ In seinem Maßanzug, mit den kurzen schwarzen Haaren und dem grau melierten Drei-Tage-Bart wirkte der frühere Milizenchef so gar nicht wie einer der finsteren Haudegen, die mit Turban und langem Bart das Klischee des afghanischen Kriegsfürsten verkörpern.

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