Berlin - Ein Mann mit Pickelhaube, kotzende Einhörner, glotzende Fledermäuse und Pankow im Pokémonfieber – wenn man derzeit in Berlin unterwegs ist, kann man so einige skurrile Wahlplakate entdecken. Mit schrägen Bildern und reichlich Slogans wird um die Gunst der Wähler geworben. Schließlich sollen möglichst viele von ihnen am Sonntag, dem 18. September, an die Urnen kommen, um ihre Stimme bei der Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses und der Bezirksverordnetenversammlungen abzugeben.

Einer guckt besonders aufmerksam hin, wenn Parteien und Kandidaten ihre Botschaften an Laternenmasten, Straßenschildern und auf riesigen Aufstellern anbringen: Martin Fuchs. Der Blogger und Politikberater aus Hamburg beschäftigt sich seit Jahren mit Wahlkämpfen. Seit 2011 bloggt er als Hamburger Wahlbeobachter über das, was während der heißen Wahlkampfphasen von Europa-, Bundestags- und Landeswahlen am Straßenrand passiert.

Auch bei den anstehenden Wahlen in Berlin und auch Mecklenburg-Vorpommern habe er nicht widerstehen können und erneut auf seiner Internetseite und über seinen Twitteraccount die verrücktesten, ungewöhnlichsten und kuriosesten Funde des Plakat-Wahlkampfs zusammengetragen – oder wie er es nennt: die „Wahlplakate from Hell“.

Wir zeigen einen kleinen Ausschnitt seiner gesammelten Höllenfunde.

Aus der Kategorie „Die treiben es aber bunt“

Simon Kowalewski (Piraten-Partei) kandidiert erneut für den Einzug ins Abgeordnetenhaus:

Christian Friedrich kandidiert als unabhängiger Kandidat für das Berliner Abgeordnetenhaus:

Torsten Kühne und Manja Schreiner (CDU) kandidieren für die Bezirksverordnetenversammlung in Pankow:

Aus der Kategorie „Tierischer Wahlkampf“

Hauke Stiewe kandidiert für die Bergpartei in Friedrichshain-Kreuzberg für die Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin:

Die Jusos setzen beim Wahlkampf auf die Macht des Einhorns:

Die Berliner Piraten lassen eine Fledermaus vom Plakat gucken:

Und weitere skurrile Wahlkampf-Fundstücke von Martin Fuchs

Ein Wortspiel der Linkspartei:

Die Junge Alternative bringt nackte Tatsachen aus Plakat:

Erleuchtung bei den Berliner Piraten:

Die Partei für Gesundheitsforschung nutzt den Platz auf dem Wahlplakat richtig aus:

Die NPD lässt ihren Köpenicker Kandidaten Fritz Liebenow in Pickelhaube für die Bezirksverordnetenversammlung posieren: