Geh’ doch nach Gaza, schrie ein wütend gestikulierender Mann den bekannten israelischen Journalisten Gideon Levy an, als dieser in der vergangenen Woche Ashkelon besuchte. Eine wachsende Menge wütender Passanten bedrängte ihn, so schreibt Gideon Levy, und fast wären sie tätlich geworden.

Gideon Levy arbeitet seit 1982 bei der liberalen Zeitung Haaretz, schreibt dort Reportagen, Analysen, Kolumnen. Und er bekommt täglich Hunderte E-Mails, in denen er von den Adressaten bedroht, beleidigt und beschimpft wird – gehört er doch zu den wenigen israelischen Journalisten, die über den Alltag der Palästinenser, die Folgen der Besatzung und solcher israelischer Offensive wie den aktuellen Krieg schreiben. Dafür fährt er sogar nach Gaza oder Ramallah, was seine Mitbürger schon lange nicht mehr tun.

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