Weggefährten unter Wasser: giftige Fische, Seeigel und Feuerquallen: Die Ohrfeige des Tintenfischs

Die Begegnung mit unbekannten Fischen macht Tauchen zu einem besonderen Erlebnis. Doch manche Meeresbewohner können böse Verletzungen verursachen. Wir sprachen mit Daniela Demski, Umweltreferentin des Landestauchsportverbandes Berlin, über Kegelschnecken, Oktopusse und Riffhaie.Wie gefährlich sind Meeresbewohner?Solange man sie in Ruhe lässt und unter Wasser möglichst nichts anfasst, passiert meistens nichts. Selbst Haie gehen meist auf Distanz. Bei einem Tauchgang vor den Malediven begegnete ich einmal plötzlich mehreren Riffhaien: Die Tiere haben Abstand gehalten. Ärgert man die Meeresbewohner allerdings, wehren sie sich. Eine Mittaucherin hat schlechte Erfahrungen mit einem Sepia-Tintenfisch gemacht. Als sie den Oktopus berühren wollte, hat sie das Tier mehrmals mit den Tentakeln geohrfeigt.Welche Fische sollten Taucher besonders meiden?Giftfische wie Steinfische oder Rotfeuerfische sind natürlich problematisch. Kegelschnecken können mit ihren Giftstacheln Muskellähmungen verursachen, die sogar tödlich enden können. Ein Arzt muss sofort verständigt werden. In schlimmen Fällen sollten Herzmassagen von Begleitpersonen durchgeführt werden. Die betroffenen Taucher sollten viel trinken, ein Schmerzmedikament erhalten und sich wenig bewegen, damit sich das Gift nicht schnell im Körper verteilt. Wie gefährlich sind Korallen?Korallenverletzungen schmerzen wie Brennnesseln, sind aber nicht gefährlich. Das Eiweiß in den Korallen führt zu einer langsamen Wundheilung. Desinfektion und Sprühverband reichen in der Regel aus. Viele Menschen fürchten Quallen.Die meisten sind völlig harmlos. Unangenehmer sind die Portugiesischen Galeeren im Atlantik und in tropischen Gewässern. Die Quallen schleudern ihr Gift in kleinen Paketen ihren Gegnern entgegen, die sich mit Widerhaken in die Haut des Menschen bohren. Behandeln kann man die Wunde mit Essig und Salzwasser. Alternativ lässt man Sand auf der Wunde trocknen und schabt ihn danach mit einer Scheckkarte ab. Größere Verletzungen muss ein Arzt behandeln.Interview: Dirk Riße------------------------------Foto: Mürrisch und manchmal auch handgreiflich: der TintenfischFoto: Daniela Demski, Umweltreferentin