YINCHUAN - Er hat gekämpft, und er hat verloren. Im 13. Jahrhundert schon. Die Mongolen hatten die Aufständischen überrannt, sie regelrecht geschlachtet. König Xixia, der Ruhmreiche, ging unter, in der Halbwüste, wo heute Chinas autonome Provinz Ningxia liegt, wo das muslimische Volk der Hui lebt und der Gelbe Fluss die trockene Erde durchschneidet. Es ist nicht viel von der Vergangenheit in den Orten geblieben, die gegen den Sand kämpfen und gegen die Armut, doch an den Xixia-König denkt hier jeder, vor allem auf dem Weingut, dem ersten in der Gegend und dem größten. Benannt – natürlich – nach dem König der Tanguten.

„Wie die Zeiten sich geändert haben!“ He Jinzhu lächelt. Seine Füße stecken im Staub, rötlich-braun bedeckt er die eigentlich glatt polierten schwarzen Schuhe. „Wer hätte gedacht, dass hier etwas so Großartiges gedeihen könnte?“ Es sind Weintrauben, wohin man auch blickt. He hebt den Finger und setzt mit seiner Erzählung an, nicht vom Xixia-König, aber von Xixia-König-Weinen. Seit 17 Jahren ist er Manager bei Xixia King Winery, eine Art „Vater der Reben“, wie er sagt. Einem Weingut, das 11.300 Hektar groß ist und vor allem Rotwein produziert, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot. 25 Sorten. 30.000 Tonnen im Jahr.

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