Sollte das Internet in der Ukraine zusammenbrechen, können dort ansässige Nutzer nun offenbar auf Technologie aus dem Hause Elon Musk bauen: Oleg Kutov, ein Ingenieur aus Kiew, hat nach eigenen Angaben das Starlink-Satelliteninternet von Musks Unternehmen SpaceX erfolgreich bei sich zu Hause getestet.

Musk hofft auf rund eine halbe Million Nutzer für seinen Satelliten-Internetdienst Starlink zur Mitte kommenden Jahres. Mit fortlaufenden Starts rechnet Musks Raumfahrtfirma SpaceX damit, im August den Großteil der Welt mit Internet aus dem All versorgen zu können.

Kutov schrieb auf Facebook: „SpaceX Starlink funktioniert in Kiew, Ukraine! Der Empfänger ist direkt vor meinem Fenster platziert, auch ohne Anpassung und mit ausgeschalteten Motoren.“ Die Übertragungshöchstgeschwindigkeit hätte zeitweise bis zu 200 Mbits pro Sekunde betragen, so Kutov.

SpaceX-Gründer Elon Musk hatte zuvor seinen Satelliten-Internetdienst Starlink für die von Russland attackierte Ukraine freischalten lassen. Nun hat der Tech-Milliardär Medienberichten zufolge auch entsprechende Endgeräte in die Ukraine geschickt. Der ungarische Digitalminister Mykhailo Fedorov bestätigte den Eingang der Geräte via Twitter. Kutov indes berichtet in einem Kommentar unter seinem Post, dass er schon lange solche Geräte besitze, diese aber bislang offenbar nicht nutzen konnte, da der Empfang bislang in dem Land nicht freigegeben war.

Als er von der Verfügbarkeit gehört habe, habe der Ingenieur aus Kiew beschlossen das Gerät zu testen. Zunächst habe es nicht funktioniert, weshalb er sich an SpaceX gewandt habe. Die Probleme seien aber gelöst worden und Kotev habe Starlink dann nutzen können. Ob der Satelliteninternetdienst nun tatsächlich einwandfrei funktioniert, ließ sich bislang nicht unabhängig überprüfen.