HAGEN. FDP-Chef Guido Westerwelle will gesetzlich untersagen lassen, dass politische Parteien Mehrheitsgesellschafter bei Zeitungen sind. Seine Partei werde diese Woche im Bundestag einen entsprechenden Entwurf vorlegen, kündigte Westerwelle am Sonnabend beim FDP-Landesparteitag in Hagen an. "Egal, welche Partei das macht, es gehört verboten", sagte er. Auch müssten künftig die Besitzverhältnisse im Impressum eines Blattes ausgewiesen werden. "Wo SPD drin ist, muss auch SPD drauf stehen." Westerwelle warf der SPD vor, mit dem Einstieg bei der Frankfurter Rundschau politische Interessen zu verfolgen. Er forderte die Grünen als Koalitionspartner auf, eine "Berlusconisierung" der deutschen Medienlandschaft zu verhindern. (pp.)