Eine Wiener Juristin möchte den Vater ihres unehelich geborenen Kindes öfter sehen. Das Problem ist, der Vater des Kindes ist Schlagerstar Udo Jürgens.Das Wiener Nachrichtenmagazin "News" brachte es in seiner gestrigen Ausgabe an die Öffentlichkeit: Schlagersänger Udo Jürgens hat noch eine uneheliche Tochter. Sie heißt Gloria und ist inzwischen 18 Monate alt. Glorias Mutter ist Sabrina Burda, eine Juristin aus Wien. Erst Mitte vergangenen Jahres hatte Udo Jürgens der Öffentlichkeit seine uneheliche Tochter Sonja präsentiert. Sabrina Burda hatte Udo Jürgens (mit bürgerlichem Namen Jürgen Udo Bockelmann) im August 1990 in einem Restaurant kennengelernt. Sabrina, 16 Jahre alt, mit langen blonden Haaren, gab ihm ihre Telefonnummer, 24 Stunden später rief der Sänger an. Vier Jahre lang waren die beiden ein Paar. Der Altersunterschied von 40 Jahren habe sie nicht gestört, erklärte Sabrina gegenüber "News". Ausgegangen seien sie nur selten. "Wenn er nicht einschlafen konnte, mußte ich ihm immer die Geschichte vom kleinen Prinzen erzählen. Dann hat er meine Haare unter seinen Kopf geschoben und ist eingeschlafen", erzählte Sabrina. Sie lernten gemeinsam - er seine Liedtexte, sie ihre Gesetzestexte für ihr Jurastudium. Die Probleme begannen aus Sabrinas Sicht, als sie im März 1994 trotz Pille schwanger wurde. Sie war gerade 19. Die Telefonanrufe von Udo Jürgens wurden seltener. Als Sabrina im siebten Monat schwanger war, meldete sich Jürgens-Manager Freddy Burger. Er sicherte der Studentin zu, man werde für sie "wirtschaftlich sorgen". Am 29. November 1994 wurde Gloria geboren. Ein Vaterschaftstest einen Monat später bestätigte, daß Udo Jürgens zu 99,9 Prozent Vater des Kindes ist. Im Februar 1995 erkannte der Sänger seine Vaterschaft per Unterschrift an. Verhandlungen zur Unterhaltszahlung folgten. Schließlich einigten sich beide Seiten per Anwälte, daß Udo Jürgens monatlich 2 860 Mark Unterhalt zahlt. Warum Sabrina Burda mit dieser Affäre jetzt an die Öffentlichkeit geht, ist für Thomas Weber, Pressereferent des Sängers, nicht nachvollziehbar. "Wir bedauern das, weil es der Sache nicht dienlich ist", so Weber gegenüber der Berliner Zeitung. Udo Jürgens stehe zu dem Kind, verleugne es nicht, die rechtliche und finanzielle Situation sei seit längerem geklärt. Sie wolle der Veröffentlichung zuvorkommen, begründete Sabrina Burda in dem "News"-Interview ihren Schritt. Und sie wünsche sich, "daß Udo Gloria von jetzt ab öfter sieht". +++