Washington - Die Weltbank hat ihre Prognose für das globale Wirtschaftswachstum für dieses und kommendes Jahr leicht reduziert. Die Erwartungen wurden um jeweils 0,2 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent (2020) und 2,6 Prozent (2021) gesenkt, erklärte die Weltbank am Mittwochabend (Ortszeit).

Dennoch dürfte die Weltwirtschaft in diesem Jahr etwas stärker wachsen als im vergangenen Jahr - ausgehend jedoch von dem schwächsten Wachstum seit der Finanzkrise vor etwa zehn Jahren, wie die Weltbank betont.

Weltbank warnt vor Auswirkungen von extremen Wetterlagen

Die Volkswirtschaften der Industriestaaten dürften nach Einschätzung der Weltbank in diesem Jahr leicht an Schwung verlieren und um 1,4 Prozent wachsen. Das Wachstum der Schwellen- und Entwicklungsländer soll dagegen von veranschlagten 3,5 Prozent im vergangenen Jahr auf 4,1 Prozent steigen. Das ist indes ebenfalls weniger als noch im vorigen Sommer erwartet wurde.

Die Weltbank warnt vor zahlreichen Risiken, die die aus ihrer Sicht „fragile“ Erholung der Weltwirtschaft gefährden könnten. Unter anderem nennt sie die zahlreichen Handelskonflikte in der Welt, die vielen geopolitischen Spannungen und die Auswirkungen von extremen Wetterereignissen.

Die US-Wirtschaft soll nach einem für 2019 veranschlagten Wachstum von 2,3 Prozent wegen der Auswirkungen der Handelskonflikte und gestiegener Unsicherheit in diesem Jahr nur noch um 1,8 Prozent wachsen. Die Wachstumsprognose für die Eurozone für 2020 senkte die Weltbank wegen der Schwäche im verarbeitenden Gewerbe um 0,4 Prozentpunkte auf 1,0 Prozent. (dpa)