Berlin - Die schlechte Nachricht: Die Infinera-Fabrik in Siemensstadt schließt - wie von den US-Eigentümern gewollt - zum 30. September 2019, 400 Mitarbeiter werden arbeitslos. Die gute Nachricht: Der Betriebsrat hat die Abfindungssumme von ursprünglich angebotenen zehn Millionen Euro auf 19,5 Millionen Euro hochverhandelt. Außerdem wird es eine Transfergesellschaft geben. Das erhöht die Gesamtsumme auf 24,5 Millionen Euro. Die IG Metall bezeichnete das Aus für das Werk als eine „industriepolitische Katastrophe“ für Europa.

Anfang Oktober 2018 hatte das US-Unternehmen die Firma Coriant (ehemals Siemens und Nokia Siemens) von einer US-Kapitalgesellschaft erworben. Im Januar verkündeten die Amerikaner, das Werk schließen zu wollen. Verhandlungen im Interessenausgleich, mit denen die Arbeitnehmer einen Weiterbetrieb erreichen wollten, wurden von den neuen Eigentümern schnell für gescheitert erklärt.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.