Frühzeitig in Rente gehen und dann jobben, das ist möglich. Nur die Höhe des Einkommens sollte man als Rentner und Rentnerin im Blick haben.
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Wer als Rentner arbeiten möchte, muss besonders im vorzeitigen Ruhestand einiges beachten.

Hinzuverdienst bei vorgezogener Altersrente: Personen, die vorgezogene Rente beziehen, können 6300 Euro brutto im Jahr hinzuverdienen, ohne dass dies auf die Rente angerechnet wird. „Die Summe 6300 Euro basiert auf dem Verdienst beim Mini-Job“, erläutert Gundula Sennewald, Referentin bei der Deutschen Rentenversicherung. Sie errechnet sich aus 12 mal 450 Euro plus zwei zusätzlichen Gehältern à 450 Euro. Vom Minijob-Gehalt müssen zwar Rentenversicherungsbeiträge gezahlt werden, doch diese bessern auch die Rente auf. Der Zugewinn beträgt laut einem Beispiel der Rentenversicherung knapp 5 Euro pro Jahr bei einem Mini-Job.

Wer zuviel hinzuverdient, bekommt weniger Rente

Verdienst oberhalb von 6300 Euro im Jahr: Wer mehr als 6300 Euro brutto im Jahr hinzuverdient, muss Einbußen bei der Rente in Kauf nehmen. Verdient ein Frührentner 600 Euro brutto im Monat hinzu, würde sich das auf 7200 Euro im Jahr summieren. 6300 Euro darf er oder sie verdienen, ohne dass sich das auf die Rentenbezüge auswirkt. Bleiben 900 Euro übrig. Diese werden jetzt auf den Monat umgeschlagen. Das ergibt 75 Euro. 40 Prozent dieser Summe wird von der Rente abgezogen werden.

Obergrenze für den Zuverdienst: Die Möglichkeiten, in der Frührente Geld zuzuverdienen, sind nicht unbegrenzt. Der Staat hat einen Hinzuverdienstdeckel eingeführt. Diese Obergrenze wird individuell berechnet. „Als Grundlage dient der Verdienst in den 15 Jahren vor der vorgezogenen Altersrente“, sagt Sennewald.

Nach der regulären Altersgrenze fallen die Schranken

Teilrente: Eine besondere Variante der vorgezogenen Rente ist die Teilrente. Dabei verzichtet der Rentner auf einen Teil der Rente. „Das kann der Fall sein, wenn ein Ehepartner in Lohn und Brot steht und der andere in Rente gehen will“, so Sennewald. Wer eine Teilrente nehmen und gleichzeitig hinzuverdienen möchte, sollte sich bei der Rentenversicherung beraten lassen. Der anrechnungsfreie Zuverdienst und der Deckel werden individuell geregelt.

Zuverdienst bei erreichter Altersgrenze: Ist die reguläre Altersgrenze für die Rente erreicht, fallen alle Schranken. Dann können Rentner oder Rentnerin so viel hinzuverdienen, wie sie möchten.