Braunschweig - Im Zug des Abgas-Skandals bei Volkswagen ermittelt die Staatsanwaltschaft Braunschweig nun wegen Betrugsverdachts gegen den zurückgetretenen Konzern-Chef Martin Winterkorn.

Der Schwerpunkt der Untersuchungen liege auf dem Vorwurf, dass Fahrzeuge mit manipulierten Abgaswerten verkauft worden seien, teilte die Ermittlungsbehörde am Montag mit. Winterkorn war am vergangenen Mittwoch als Vorstandschef zurückgetreten. Als seinen Nachfolger bestimmte der Aufsichtsrat den bisherigen Porsche-Chef Matthias Müller.

Ihren Ausgang genommen hat die Abgas-Affäre in den USA. Die US-Umweltschutzbehörde EPA hatte VW nachgewiesen, bei zahlreichen Diesel-Fahrzeugen die Abgasvorschriften vorsätzlich umgangen zu haben. VW hatte dies zugegeben und später mitgeteilt, bis zu elf Millionen Fahrzeuge könnten weltweit von Manipulationen betroffen sein. Auch in den USA wird gegen Volkswagen ermittelt. (rtr)