Sie kellnern in Restaurants, sitzen im Supermarkt an der Kasse oder pflegen alte Menschen: Jeder fünfte Arbeitnehmer in Deutschland hat einen Minijob, zwei Drittel von ihnen sind Frauen. Für fast fünf Millionen Menschen ist der Minijob sogar der einzige Erwerb. Doch die von der Politik lange Zeit geschürte Hoffnung, der Minijob könnte als Brücke in reguläre Arbeitsverhältnisse dienen, erfüllt sich für die meisten nicht, wie eine aktuelle Studie zeigt. Vor allem Frauen blieben mehrheitlich im Minijob gefangen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf eine Untersuchung im Auftrag des Bundesfamilienministeriums.

Demnach wird ein Wechsel auf eine normale, feste Stelle um so unwahrscheinlicher, je länger der Minijob andauert. Die weiblichen Minijobber arbeiten demnach im Schnitt bereits sechs Jahre und sieben Monate auf 450-Euro-Basis. Bei verheirateten Frauen sind es sogar mehr als sieben Jahre. Nur jede siebte Frau, die früher einen Minijob als Hauptbeschäftigung hatte, habe heute eine Vollzeitstelle, jede Vierte eine Teilzeitstelle mit maximal 20 Wochenstunden.

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