Es hat klick gemacht bei Josef Ackermann. Seit Dienstag haben bereits über 16 500 Menschen eine Protestmail der Verbraucherorganisation Foodwatch an die Deutsche Bank unterzeichnet und damit der Kampagne „Hände weg vom Acker, Mann“ Nachdruck verliehen. Mit Erfolg. Am Donnerstag kündigte Bankchef Ackermann an, das Engagement der Bank bei Wetten auf Agrarrohstoffen zu überdenken. „Kein Geschäft ist es wert, den guten Ruf der Deutschen Bank aufs Spiel zu setzen“, heißt es in einem Brief Ackermanns an Foodwatch-Chef Thilo Bode. Die Verbraucherlobby hatte der Bank und anderen Investmenthäusern vorgeworfen, wegen ihrer Spekulation mit Nahrungsmitteln für Hungersnöte verantwortlich zu sein.

In seinem Schreiben verspricht Ackermann nun, die Auswirkungen des Rohstoffhandels „gründlich zu prüfen“. Sollten sich Belege für die Anschuldigungen finden, werde die Deutsche Bank „Konsequenzen daraus ziehen“,

Bode bewertete die schnelle Reaktion positiv, forderte aber ein zügiges Handeln. „Es geht nicht in erster Linie um den Ruf eines Instituts, sondern um das Leben von Menschen.“ Foodwatch hatte die Bank aufgefordert, aus der Spekulation auszusteigen.