Berlin - Die Aktienrente ist eine gute Idee, sie ergänzt die staatliche Rente und macht Rentner zu Investoren. Technisch betrachtet ist die Aktienrente keine Abkehr von der Umlagefinanzierung, denn auch durch die Aktienrente wird Geld vom Wirtschaftsleben in die Rentenkasse umverteilt – nur das Instrument ändert sich. Eine alternde Gesellschaft wird durch die Aktienrente von der Wertschöpfung der eigenen Volkswirtschaft unabhängiger, sie kann ihr demografisches Risiko weltweit streuen. 

Die mächtigen Staatsfonds von Schweden und Norwegen machen es vor. Wie gut die Wertentwicklung auf Aktienmärkten funktioniert, illustriert der Aktienindex MSCI World: Trotz Finanzkrise und Corona-Pandemie hat der Index in den letzten 20 Jahren jährlich im Schnitt um 8 Prozent zugelegt – sich zu verspekulieren wird bei einem langfristigen Anlagehorizont so gut wie unmöglich. Dass in Schweden und Norwegen dabei ganz nebenbei Aktien von Unternehmen bevorzugt werden, die ethischer und umweltfreundlicher als der Durchschnitt agieren, ist ein positiver Nebenaspekt. Die privaten Vorsorgekonzepte mit sozialdemokratischer Handschrift waren hingegen bis jetzt eher dürftig. Gerade die Riesterrente erwies sich vor allem als ein Geschenk an die Versicherungswirtschaft.

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