Berlin - Wurden Bankenstresstests vor zehn Jahren noch wild diskutiert, hat sich die Branche inzwischen an die Belastungsproben gewöhnt, mit denen die Finanzaufsicht Institute regelmäßig auf deren Resilienz prüft. Vor Veröffentlichung des jüngsten Stresstests der europäischen Finanzaufsicht wurde vor allem ein Thema in Banken diskutiert: inwieweit sich die Ergebnisse auf das Thema Dividendenausschüttung auswirken könnten. Begreift sich die Finanzindustrie doch eine Weile schon über den Corona-Berg. Eurolands Banken sehnen deshalb das Ende des mit dem Beginn der Pandemie im März 2020 verhängten Dividendenmoratoriums herbei, nachdem jene Ausschüttungen an ihre Aktionäre seitdem stillstehen.

Mit dem Bankenstresstest lassen die European Banking Authority (EBA) und die Europäische Zentralbank (EZB) die 50 wichtigsten europäischen Kreditinstitute durchkalkulieren, welche Folgen ein Einbruch der Wirtschaft und ein Verfall von Immobilien- und Aktienpreisen für sie hätte. Die Ergebnisse der jüngsten Analyse ergaben, dass die meisten europäischen Großbanken aktuell für einen weiteren Wirtschaftsabschwung nach der Corona-Krise gerüstet wären. Die Institute schnitten insgesamt etwas besser als während des Tests im Jahr 2018 ab, obwohl die im Test zu kalkulierenden Szenarien schärfer ausgefallen waren.

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