Berlin - Die gut 20 Millionen Rentner können in den nächsten Jahren mit Rentenerhöhungen von bis zu 4,6 Prozent rechnen. Das geht aus dem Rentenversicherungsbericht 2014 hervor, der der Deutschen Presse-Agentur am Montag in Berlin vorlag und über den auch andere Medien berichtet haben.

Aufgrund von Modellrechnungen geht der Bericht von einer Rentenanpassung im Westen von 1,57 Prozent im kommenden Jahr aus. Er nennt dann Erhöhungen um 4,51 Prozent für 2016, um 2,44 Prozent für 2017 und um 2,41 Prozent für 2018.

Rente steigt - Rentenniveau sinkt

Für Ostdeutschland nennt der Bericht mögliche Erhöhungen um 1,71 Prozent fürs kommende Jahr, um 4,62 Prozent für 2016, um 2,53 Prozent für 2017 und um 2,5 Prozent für 2018. Der Bericht weist Ergebnisse von auf Annahmen beruhenden Modellrechnungen aus - nicht zu verwechseln mit Regierungszusagen.

Insgesamt steigen die Renten demnach bis 2028 um rund 39 Prozent. „Dies entspricht einer durchschnittlichen Steigerungsrate von gut 2 Prozent pro Jahr“, so der Bericht.

Dennoch sinkt das Rentenniveau - denn der Abstand zwischen Arbeits- und Renteneinkommen wächst. Die gesetzliche Rente werde künftig alleine nicht ausreichen, um den Lebensstandard des Erwerbslebens im Alter fortzuführen, heißt es in dem Bericht. „In Zukunft wird der erworbene Lebensstandard nur erhalten bleiben, wenn die finanziellen Spielräume des Alterseinkünftegesetzes und die staatliche Förderung genutzt werden, um eine zusätzliche Vorsorge aufzubauen.“

Hoffnungen nicht enttäuschen

Der Beitragssatz sinkt, wie bereits bekannt, dem Bericht zufolge 2015 um 0,2 Punkte auf 18,7 Prozent. Bis 2018 bleibe er unverändert. „Anschließend steigt der Beitragssatz schrittweise wieder an, über 19,5 Prozent im Jahr 2020 bis auf 21,4 Prozent im Jahr 2028.“

Der Sozialverband Deutschland sprach von großen Hoffnungen bei den Rentnern, die nun geweckt würden. „Sie nach den schmalen Rentenanhebungen der vergangenen Jahre erneut zu enttäuschen, wäre verhängnisvoll“, sagte Verbandspräsident Adolf Bauer. (dpa)