Der App-Store.
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Apple hat inmitten des verstärkten Augenmerks von Wettbewerbshütern auf seinen App Store neue Zahlen zu dem Geschäft veröffentlicht. Der iPhone-Konzern betonte laut dpa, dass der Großteil der Erlöse durch Apps mit dem Verkauf physischer Güter und Dienstleistungen erzielt werde - und damit frei von Apples Abgaben sei.

Wettbewerbshüter haben den App Store im Blick

Apple kassiert 30 Prozent beim Verkauf digitaler Dienste und Artikel - bei länger laufenden Abos sinkt der Anteil auf 15 Prozent. Der Musikdienst Spotify reichte deswegen eine Beschwerde bei der EU-Kommission ein. Der Streaming-Marktführer argumentiert, dass diese Regelung ihn gegenüber Apples hauseigenem Musik-Service benachteilige. Nach Informationen der „Financial Times“ schloss sich der japanische Konzern Rakuten nun der Beschwerde an, mit einer ähnlichen Argumentation für sein E-Book-Geschäft Cobo.

Studie: Apple-Erlöse aus physischen Gütern

Apple verwies nun in der Nacht zum Dienstag auf eine Studie der Analysefirma Analysis Group, wonach im Jahr 2019 rund 80 Prozent der App-Erlöse von insgesamt 519 Milliarden Dollar mit dem Verkauf physischer Güter und Dienstleistungen erwirtschaftet worden seien. Der Großteil davon sei mit 268 Milliarden Dollar durch Apps von Einzelhändlern erzielt worden. In die Kategorie fallen aber etwa auch Flugzeugtickets und Fahrdienste. Rund acht Prozent der gesamten Umsätze entfielen auf Werbung in den Anwendungen. Das Geschäft mit digitalen Diensten macht demnach zwölf Prozent der Erlöse aus.