Berlin - Eigentlich dürfte es so etwas hierzulande gar nicht geben. Zwölf-Stunden-Schichten ohne Pause, Sechs-Tage-Wochen, kein Urlaub und Hungerlöhne unter vier Euro verstoßen eindeutig gegen deutsches Recht. Dieses schützt auch Beschäftigte, die von Firmen aus anderen EU-Ländern in die Bundesrepublik entsandt werden. Auch für sie gelten deutsche Regelungen zu Höchstarbeitszeiten, Ruhepausen, Mindestlöhnen und Urlaubsansprüchen. So wenigstens sieht es die Entsenderichtlinie von 1996 vor.

In Wirklichkeit stehen all die wohl formulierten Rechte für Tausende zumeist osteuropäischer Arbeitnehmer nur auf dem Papier. Schutzbestimmungen werden massenhaft umgangen, in Schlachthöfen, auf Baustellen, in Lagerhallen. Vor diesem Hintergrund legte die EU-Kommission 2012 den Entwurf einer „Durchsetzungsrichtlinie“ vor, die effektivere Kontrollen des Arbeitnehmerschutzes ermöglichen soll.

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