Extrem lange Arbeitszeiten sind ein Gesundheitsrisiko. Diese Erkenntnis gilt unter Arbeitsmedizinern als gesichert. Das deutsche Arbeitszeitgesetz schreibt deshalb auch vor, dass die wöchentliche Arbeitszeit im Durchschnitt nicht länger als 48 Stunden sein darf. Wenn Beschäftigte eine Zeit lang mehr Überstunden leisten, muss die Firma ihnen innerhalb eines Jahres einen Freizeitausgleich gewähren.

Doch diese Schutz-Vorschrift wird offenbar oft ignoriert, sagt Karl Brenke, Arbeitsmarkt-Experte beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Er hat sich die Situation von Geringverdienern genauer angeschaut und ist zu dem Ergebnis gekommen: Fast 900.000 Vollzeitbeschäftigte mit Niedriglöhnen arbeiten 50 Wochenstunden oder mehr.

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