Auf dem Berliner Arbeitsmarkt geht es im Moment kaum voran. Arbeitslosigkeit bleibt auf Vorjahresniveau
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NürnbergDie Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im November auf 2,180 Millionen gesunken und hat damit den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht. In November waren 24.000 Menschen weniger arbeitslos als im Oktober und 6000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit am Freitag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4,8 Prozent.

Arbeitslosigkeit in Berlin auf Vorjahresniveau

Auf dem Berliner Arbeitsmarkt geht es im Moment kaum voran. Im November waren 148 775 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, das waren zwar 3514 weniger als im Oktober, aber 2105 mehr als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte. Die Arbeitslosenquote lag mit 7,6 Prozent ebenso hoch wie vor einem Jahr. Der Berliner Agenturchef Bernd Becking machte zwei Trends aus: „Zum einen wächst die Beschäftigung in hohem Tempo weiter.“ Zugleich verlören aber mehr Menschen ihre Arbeitsplätze und hätten es ohne Weiterbildung schwer, wieder einen neuen Job zu finden. Für erfreulich hält es die Agentur, dass weniger Haushalte von Grundsicherung (Hartz IV) leben. Zuletzt waren es 248.720 und damit rund 45.000 weniger als vor drei Jahren.

Arbeitslosigkeit in Brandenburg bleibt auf Rekordtief

Die Arbeitslosigkeit in Brandenburg verharrt auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. 72 074 Frauen und Männer waren im November arbeitslos gemeldet. Das waren 307 weniger als im Oktober und 5195 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte. Mit 5,4 Prozent lag die Arbeitslosenquote 0,4 Prozentpunkte niedriger als vor einem Jahr. „Die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt in der Region hoch“, erklärte der Berliner Agenturchef Bernd Becking. 22 500 freie Stellen seien in Brandenburg gemeldet, etwa in der Lagerwirtschaft, bei Post- und Paketdiensten, in der Energietechnik und in vielen Industriebereichen. Üblicherweise entspannt sich der Arbeitsmarkt im Herbst, bevor die Zahl der Arbeitslosen im Winter wieder steigt. Leicht gestiegen ist im November die sogenannte Unterbeschäftigung. Dabei werden den Arbeitslosen auch Erwerbslose hinzugerechnet, die beispielsweise in Weiterqualifizierungen stecken oder die kurzfristig arbeitsunfähig sind. Im November lag die Zahl bei 101 905 und damit um 123 höher als im Oktober.