Zwickau - Am Freitag der letzten Woche wurde den Mitarbeitern im sächsischen Haribo-Werk in Wilkau-Haßlau binnen fünf Minuten mitgeteilt, dass das Werk zum Ende des Jahres schließt.

„Wir waren alle fassungslos. Fragen wurden nicht beantwortet, dann ist der Chef direkt vom Hof gefahren“, schilderte Betriebsratsvorsitzender Maik Pörschmann die Szene. „Sozialverträgliche Lösungen sollen angeboten werden - 500 km von Familie, Heimat und Freunden entfernt! Wer das nicht möchte, kann sich ja beim Arbeitsamt melden!“, schreiben die enttäuschten Mitarbeiter anschließend in einer Online-Petition, die sich gegen die Entscheidung des Konzerns aus Bonn wendet. 9000 Unterstützer haben schon unterzeichnet, sie wollen dass das traditionsreiche Werk in Wilkau-Haßlau bei Zwickau weiter betrieben wird. Zudem liegen in der ganzen Stadt weitere Unterschriftenlisten aus. Man wolle weiter öffentlichkeitswirksam Druck machen, unter anderem mit einer Lichterkette um das Werk, so Maik Pörschmann.

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