Berlin - In Deutschland ist man stolz auf die Exportwirtschaft. Doch das Corona-Jahr hat es mit dem Export nicht gut gemeint. Die Auftragsbücher leerten sich. Erst Ende 2022 soll sich der deutsche Export wieder auf das Vorkrisen-Niveau einpendeln. Ohne das Kurzarbeitergeld und andere staatliche Hilfen sähe es in vielen Betrieben, die auf den Export angewiesen sind, düster aus. Der Einbruch bei den Exporten macht offensichtlich, wie krisenanfällig die deutsche Wirtschaft ist.

Die Corona-Krise wäre also eine gute Gelegenheit, die deutsche Exportorientierung zu hinterfragen und sich schrittweise unabhängiger von der Weltkonjunktur zu machen. In Deutschland wird seit Jahren deutlich mehr produziert als konsumiert – man lebt hierzulande also unter seinen Verhältnissen, und das wird zunehmend zu einem Problem: In den letzten 20 Jahren wurden wichtige Investitionen in die Netz- und Verkehrsinfrastruktur und den zukunftsorientierten Ausbau des Bildungssektors unterlassen.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.