Die deutsche Solarförderung ist tragisch gescheitert. Reihenweise schließen Firmen, und die mühsam erworbene Hochtechnologie wird ins Ausland verscherbelt (wir berichteten). Es hat sich eine dramatische Gemengelage gebildet, die einen sofortigen Notfallplan der Politik nötig macht. Dazu gleich mehr. Vielleicht aber zunächst die Antwort auf eine naheliegende Frage: Warum greifen eigentlich nicht deutsche Firmen zu und konsolidieren die Branche? Sind die Energietechnik-Riesen Bosch und Siemens oder wenigstens der einzige größere Solarproduzent, der nicht pleite ist, die Bonner Solarworld, zu dämlich, die Gunst der Stunde zu erkennen und billig Patente und kleine Konkurrenten zu kaufen?

Nein, sind sie nicht. Weil sie es sich nicht leisten können, ins fallende Messer zu greifen. Bosch hat sich mit seinem Solareinstieg schon die Finger verbrannt und im sich abzeichnenden Abschwung zu teuer Solarfirmen übernommen. Siemens hat mit Solartechnik mehrere hundert Millionen Euro versenkt. Der Rest der deutschen Solarbranche hangelt sich von Quartal zu Quartal und kämpft ums Überleben. Keiner kann es sich erlauben, nun Zukunftstechnologie einzukaufen, sei sie auch noch so billig zu haben.

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