Die Aktionäre könnten alles verlieren.
Foto: Peter Kneffel/dpa

Der wegen eines Bilanzskandals um seine Existenz kämpfende Finanzdienstleister Wirecard musste am Montag weitere Rückschläge hinnehmen. Wirecard räumte erstmals ein, dass es einen Bilanzskandal gibt und dass die ominösen 1,9 Milliarden Euro, die in der Bilanz stehen, tatsächlich nicht existieren. Der Kurs der Aktie sackte am Montag erneut ab: Im regulären Xetra-Handel waren die Papiere schon weiter um 44 Prozent eingebrochen, danach ging der freie Fall auf der Handelsplattform Tradegate weiter. Zuletzt kostete die Aktie dort nur noch 12,87 Euro nach zuvor 14,44 Euro zum Xetra-Schluss. Dies war nochmals ein Einbruch um mehr als zehn Prozent.Das Unternehmen hat damit seit Freitag 87 Prozent seines Börsenwerts verloren.

Bei Wirecard besteht offenbar die Sorge, dass die Kunden ihre Gelder abziehen könnten. Das betrifft sowohl jene Kunden, die Wirecard nur als Zahlungsdienstleister verwenden als auch die Kunden der Wirecard. Diese haben in den neun Monaten des Geschäftsjahres 2019 etwa 1,7 Milliarden Euro an Einlagen bei Wirecard geparkt. Seine Kunden möchte das Unternehmen beruhigen und schreibt in einer Mitteilung: „Um Missverständnisse zu vermeiden teilt die Gesellschaft mit, dass ihre IT-Systeme ohne Einschränkungen weiterarbeiten.“ 

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