Erstmals kommen die neuen EU-Regeln zur Rettung von Banken zur Anwendung. Portugals Regierung zerschlägt die schlingernde Bank Espírito Santo (BES) in zwei Teile: Faule Kredite werden in eine „Bad Bank“ ausgelagert, Eigentümer sind die bisherigen Aktionäre der BES, wie die Regierung in der Nacht zum Montag mitteilte. Aus dem gesunden Teil wird mit einer Kapitalspritze von fast fünf Milliarden Euro eine neue Bank. Das neue Geldinstitut namens Novo Banco mit zwei Millionen Kunden bekommt insgesamt 4,9 Milliarden Euro vom portugiesischen Bankenrettungsfonds, den die Finanzwirtschaft des Landes als Folge der Finanzkrise auflegen musste. Zahlen kann der Fonds selbst nur 500 Millionen Euro - den Rest von 4,4 Milliarden Euro muss der Staat geben. Der Fonds soll die Novo Banco aber verkaufen und aus dem Erlös die Milliarden zurückzahlen.

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