Industrieanlagen des Chemiekonzerns BASF stehen am Rheinufer auf dem Werksgelände.
Foto: dpa/Uwe Anspach

LudwigshafenBASF verkauft sein Bauchemiegeschäft für rund drei Milliarden Euro an eine Tochtergesellschaft des US-Private-Equity-Unternehmens Lone Star. Eine entsprechende Vereinbarung sei am Samstag unterzeichnet worden, teilte der Chemiekonzern in Ludwigshafen mit.

Demnach beträgt der Kaufpreis ohne Berücksichtigung von Barmitteln und Finanzschulden 3,17 Milliarden Euro. Die Transaktion solle im dritten Quartal 2020 abgeschlossen werden, vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden.

Ziel sei es gewesen, „ein neues Zuhause für unser Bauchemiegeschäft zu finden, wo es sein volles Potenzial ausschöpfen kann“, erklärte BASF-Vorstandsmitglied Saori Dubourg. Unter dem Dach von Lone Star könne sich das „Construction-Chemicals-Team mit einem branchenspezifischen Ansatz auf weiteres Wachstum konzentrieren“.

Für Lone Star erklärte Europa-Chef Donald Quintin, das BASF-Bauchemiegeschäft passe „sehr gut zu unserem Portfolio und ergänzt unsere Investitionen in der Baustoffindustrie“. „Wir schätzen das branchenweit anerkannte Wissen und die Kompetenz der Bauchemie-Experten von BASF.“ Davon zeugten auch die Erfolgsbilanz ihrer innovativen Produkte und die „vielversprechende Forschungspipeline“.

Im BASF-Bauchemiegeschäft sind nach Angaben des Konzerns mehr als 7000 Mitarbeiter beschäftigt, es gibt Produktionsstätten und Vertriebsbüros in mehr als 60 Ländern. 2018 erwirtschaftete die Bauchemie demnach einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro.