Seite an Seite ziehen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, in den Festsaal in Köln. Der Chemieriese Bayer feiert sein 150. Firmenjubiläum – und die höchste Politprominenz ist gekommen, um zu gratulieren. Am 1. August 1863 war Bayer als kleiner Farbstoffhersteller in Wuppertal-Barmen gegründet worden, heute gibt das Unternehmen etwa 110.000 Menschen Arbeit und gehört mit fast 40 Milliarden Euro Umsatz zu den größten deutschen Industriekonzernen. Unbestreitbar eine Erfolgsgeschichte.

Merkel und Kraft sparen nicht mit Anerkennung, sie loben bei dem Festakt den Konzern nach Beobachtung von Journalisten der Nachrichtenagentur dpa geradezu „über den Klee“. Die Stimmung trüben, das macht kein Gast gerne. „Die Tinte, mit der diese Erfolgsgeschichte geschrieben wurde, das ist Innovation“, spricht die Bundeskanzlerin pathetisch. Sie verspricht, sich in Brüssel dafür einzusetzen, dass die Chemieindustrie weiterhin von den Kosten der Energiewende entlastet wird. Platz für Kritik gibt es vor allem außerhalb des Festsaals. Der Regierungssprecher fängt sich einige Konter ein, nachdem er die Gratulationen Merkels über Twitter verbreitet hatte. Nicht alle sehen die Bayer-Geschichte nur positiv.

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