Elektroantrieb zum Anstecken und Hybrid-Fahrräder

Elektro-Fahrräder sind eigentlich toll: Ungeübte Radler können problemlos längere Strecken zurücklegen, Pendler kommen auf dem Weg ins Büro nicht ins Schwitzen. Dumm nur, dass die E-Bikes bisher nicht ganz günstig und auch nicht ganz leicht sind.

Der Hersteller Relo könnte nun eine Lösung für alle entwickelt haben, die ihren herkömmlichen Drahtesel lieben, aber trotzdem mit einem Elektro-Zusatzantrieb liebäugeln. Ein Motor zum Anstecken.

Der Ansteck-Motor bringt maximal 250 Watt auf die Pedale und beschleunigt das Rad auf bis zu 25 Kilometer pro Stunde. Mehr ist ohne Versicherungsschutz und Nummernschild auch nicht erlaubt.

Fest am Rahmen angebaut ist dabei nur das 1,5 Kilogramm schwere Getriebe, Akku und Motor sind abnehmbar. Wer also mit reiner Muskelkraft fahren will, lässt die beiden Komponenten einfach zu Hause liegen und strampelt los. Das Getriebe im Leerlauf stört dabei laut Hersteller nicht.

Auch der Hersteller Electrolyte lässt seinen Kunden die Wahl, ob sie analog fahren oder sich spontan vom Elektroantrieb treiben lassen wollen. Per Knopfdruck am Lenker schaltet sich der 250-Watt-Motor zu. Anders als bei Relo ist der Elektroantrieb nicht abnehmbar: Der Motor ist relativ unabhängig unterhalb des Lenkers parallel zur Gabel angebracht.

Dynamo ohne Reifenkontakt

Wer auch bei Regen regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs ist, kennt dieses Problem möglicherweise: Durch den nassen Reifen schwindet die Reibung zwischen Reifen und Dynamo. Die Folge: Das Licht geht aus. Kein Vergnügen im frühmorgendlichen Berufsverkehr oder abends auf dem Weg zurück.

Abhilfe kommt aus dem Hause Magnic Lights. Die Firma aus Borgholzhausen bei Gütersloh hat einen berührungslosen Felgendynamo entwickelt. Die Energie kommt weiterhin aus der rotierenden Felge, allerdings wird sie auf Wirbelstrombasis von kleinen, starken Magneten aufgenommen. Wetterunabhänig. Die Technik kommt zudem ohne externe Kabel oder Batterien aus.

Neigesystem für Lastenräder

Dem Lastentransport per Fahrrad gehört in Großstädten die Zukunft. Jedenfalls so lange, bis Transportdrohnen praxistauglich sind. Oftmals wirken die dreirädrigen Gefährte aber wie muskelbetriebene Mini-Lkw und sind für andere Radler in der Stadt vor allem eines – ein Hindernis. Dank Veleon könnte sich das bald ändern.

Der Hersteller, die Berliner Adomeit Group, konstruiert dreirädrige Lastenfahrräder mit integrierter Neigetechnik. Die Vorteile von Zweirad und Dreirad werden praktisch vereint. Es ist stabil und fällt auch im Stand nicht um, gleichzeitig überzeugt das dynamische Fahrverhalten.

Die Dreiräder von Veleon kommen als Lastenrad mit Transportbox, als Familienkutsche mit Kindersitz oder sogar Babywanne. Selbstverständlich gibt es das Bike auch mit Elektroantrieb.

Ein ähnliches Kippsystem für bessere Kurvenfahrten hat auch der Hersteller Butchers & Bicycles aus Kopenhagen entwickelt. Neben der Standard-Transportbox mit Kindersitz gibt es dort auch eine abschließbare Variante - ideal für Lieferdienste. Natürlich haben auch die Dänen eine Elektroversion in petto.

eMountainbike

Zugegeben, auf den ersten Blick mag es komisch erscheinen, sich einerseits in der Natur mit einem High End Mountainbike austoben zu wollen – und dann bei der kleinsten Gegenwehr, sagen wir ein steiler Hang - auf Elektroantrieb umschalten zu wollen. Auf der anderen Seite: Warum nicht die schönen Seiten des Mountainbikings mitnehmen, das anstrengende Berghochstrampeln dem Elektromotor überlassen?

Das HNF Heisenberg ist laut Hersteller das erste vollausgestattete, Riemen betriebene eMountainbike. Das Fahrgefühl muss irgendwie zwischen der Leichtigkeit des Mountainbikes und der Power einer Motocross-Maschine liegen. So sieht das Fully auch fast aus. Der Antrieb stammt übrigens von BMW, der Akku von Bosch. Ganz günstig ist das HNF Heisenberg mit über 8000 Euro natürlich nicht.

Vernetztes Fahrrad

Das ist schon etwas freaky: Cobi verbindet das Fahrrad mit dem Smartphone. Ob Lichter, Navi, Klingel, Ladegerät, Musikplayer, Telefon oder Alarmanlage. Cobi macht das Fahrrad zum Smartbike und vernetzt alle Elektro-Teile, die man heutzutage so an ein Rad basteln kann, miteinander.

Sogar ein Bremslicht ist bei Cobi integriert. Für die Steuerung der Smartphone-App muss niemand während der Fahrt auf dem Touchscreen rumtippen. Beide Hände bleiben am Lenker, mittels Daumenjoystick können alle Features angesteuert werden.

Eine Mütze, die Leben retten kann

Ja, die alte Helmdiskussion. Für manche ein sicherheitstechnisches Muss, für andere ein modisches No-Go. Auch wenn einige Helmhersteller in den vergangenen Jahren erkannt haben, dass Optik für viele Fahrradfahrer wichtig ist, sieht man auf den Straßen noch viele Radler ohne Helm herumfahren.

Vielleicht können sich die Helmverweigerer ja mit einer Ribcap anfreunden. Sieht aus wie eine Mütze, ist es eigentlich auch. Allerdings sind in die Kopfbedeckung Protektoren eingenäht, welche bei Stürzen oder Schlägen kinetische Energie absorbieren sollen. Heißt: Der Kopf wird bei Aufprall geschützt.