Die Fundamente haben einen Durchmesser von 26 Metern.
Foto: Berliner Stadtwerke

BerlinBaubeginn war im Februar. Inzwischen sind die Fundamente gegossen. Den Sommer über sollen dann die Türme und Rotoren montiert werden. Bei Bernau entsteht derzeit das größte Windpark-Projekt der landeseigenen Berliner Stadtwerke. Insgesamt neun Windräder wird der Park nach Fertigstellung haben. Damit gehört dieser zu den aktuell größten Onshore-Neubauvorhaben überhaupt.

Anfang kommenden Jahres sollen die Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von gut 31 Megawatt ans Netz gehen und dann Ökostrom für nahezu 31.000 Haushalte liefern. Am Ende wird  das Tochterunternehmen der Berliner Wasserbetriebe 38,7 Millionen Euro in das Projekt investiert und seine Windkraftkapazität mehr als verdoppelt haben. „Allein dieses Projekt sorgt dafür, dass unser CO2-Fußabdruck um 30.000 Jahrestonnen leichter wird“, sagte Berlins grüne Energiesenatorin Ramona Pop am Donnerstag.

Axel Vogel, Umweltminister Brandenburgs und Parteifreund der Berliner Senatorin, betonte, dass bei dem Projekt auch auf die Akzeptanz bei den Bürger wert gelegt wurde. So sei der Park durch Verdichtung in einen bestehenden Windpark integriert worden, man habe eng mit den benachbarten Gemeinden kooperiert und auf maximale Bauhöhen verzichtet.

Dennoch geht es in Bernau um ein Großkaliber der Windenergie. Denn auf den Flächen, die den Berliner Stadtgütern gehören, werden acht Vestas-Windkraftanlagen des Typs V 117 und eine des Typs V 126 errichtet, wobei die Zahl den jeweiligen Rotordurchmesser bezeichnet. Die Nabenhöhe liegt bei etwa 142 Metern. Folglich werden die Anlagen bis zu  212 Meter in den Himmel ragen. Allein die Fundamente haben einen Durchmesser von 26 Metern.

Aktuell besitzen die Berliner Stadtwerke vier Windräder und sind an einem regionalen Windpark des Energieversorgers EnBW beteiligt. Die verfügbare Leistung beträgt derzeit 20,4 Megawatt. Rund 20.000 Haushalte können so mit grünem Strom versorgt werden. Ein weiteres Windprojekt mit bis zu drei Anlagen befindet sich bereits in der Planung. Es soll bei Stahnsdorf im Süden von Berlin entstehen.