Berlin - In den vergangenen Jahren und Monaten ist auch durch die Pandemie viel liegengeblieben. Berlin hat Nachholbedarf. Und natürlich sind auch neue Aufgaben hinzugekommen. So sind zahlreiche Branchen wie die Metall- und Fahrzeugindustrie durch die Folgen der Pandemie, durch schwer gestörte Lieferketten in Bedrängnis geraten. Andere Bereiche der Wirtschaft wie die Hotellerie und Gastronomie sind in Teilen in ihrer Existenz bedroht. Und natürlich: Auch Berlin muss klimafreundlicher, die Wirtschaft dekarbonisiert werden. Es gilt, die richtigen Impulse zu setzen, den betroffenen Branchen zügig auf die Beine zu helfen, damit sie auch nach der Pandemie noch investieren können.

Berlin ist Schlusslicht bei digitalisierten Behörden-Dienstleistungen

Eher in die Kategorie „Hausaufgaben“ fällt, was die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) am Mittwoch vortrugen: Berlin ist bundesweit Schlusslicht bei digitalisierten Behörden-Dienstleistungen. 344 Dienstleistungen sind in Nordrhein-Westfalen digital. In Berlin sind es nur 77. Das bremst die Wirtschaft der Hauptstadt aus und muss dringend angegangen werden.

Auch auf die Brücken der Stadt machten die UVB aufmerksam – und auch hier gibt es Hausaufgaben zu erledigen. Neben den Dauersorgenkindern Rudolf-Wissel-Brücke und dem Dreieck Funkturm, die nicht nur Bürgerinnen und Bürger, sondern auch den Lieferverkehr Nerven und Zeit kosten, sind 45 Brücken in schlechtem Zustand.

All das kann nur eines heißen: Loslegen und weder die Haus- noch die Zukunftsaufgaben auf die lange Bank schieben. Die Dekarbonisierung und Digitalisierung können genauso lange warten wie die maroden Brücken und verstaubten Behörden: keine Sekunde.