Berlin - Noch drehen sich über der Baustelle an der Lankwitzer Straße in Mariendorf die Kräne. Betonpfeiler ragen aus dem Fundament. Die drei Etagen zeichnen sich bereits ab. Wenn der Bau fertig ist, wird er sich unauffällig zwischen DHL-Depot, Amazon-Lager und benachbarte Fabrikhallen einreihen und bald wie ein silbergrauer Kleinwagen auf einem Supermarkt-Parkplatz verschwunden sein. Dennoch bleibt die Halle besonders.

Für ihre Stromversorgung wurde eigens eine separate 110.000-Volt-Leitung gelegt. Sie wird ein eigenes Umspannwerk bekommen, kältetechnisch ausgerüstet sein wie ein Tiefkühllager und so sicher wie der Tresorraum einer Bank. Zudem ist ein ausgeklügeltes Notstromsystem geplant, das anspringt, bevor der Hauptleitung der Saft ausgeht. Dabei werden in dem Bau kaum Menschen arbeiten. Es geht einzig und allein um das Wohl von Daten, die hinter den Mauern in zahllosen Server-Racks gespeichert, verwaltet und verarbeitet werden. Ein Maschinenraum der Digitalwirtschaft.

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