Der chinesische Pharmakonzern Fosun Pharma hat 100 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer bestellt. Die Hälfte davon solle bis Ende des Jahres geliefert werden, teilte Fosun Pharma am Mittwoch mit. Die Vereinbarung hat ein Volumen von 250 Millionen Euro. Biontech wird damit zum Konkurrenten für die heimischen Pharma-Hersteller Sinovac und Sinopharm. Es ist das erste Mal, dass die Regierung in Peking einen ausländischen Corona-Impfstoff für den chinesischen Markt zulässt. 

Eine erste Tranche von 125 Millionen Euro wird den Angaben zufolge bei Lieferung der ersten 50 Millionen Dosen fällig, die zweite Rate solle überwiesen werden, sobald die chinesischen Behörden grünes Licht geben für den Impfstoff.

China hat bereits mehrere eigene Corona-Impfstoffe entwickelt und die entsprechenden Produktionskapazitäten hochgefahren. Konzerne aus der Volksrepublik setzen zugleich auf Partnerschaften mit ausländischen Unternehmen, um die Versorgung der chinesischen Bevölkerung mit Impfstoffen sicherzustellen.

Der Biontech-Pfizer-Impfstoff hat bereits in mehreren Ländern eine Notfallzulassung erhalten, unter ihnen die USA, Großbritannien und Singapur. Die europäische Arzneimittelagentur (EMA) berät am kommenden Montag über eine Zulassung des Impfstoffs.