Frankfurt/Main - Eine IT-Panne bei der Commerzbank hat in dieser Woche für Ärger bei Kunden gesorgt. Sie machten ihrem Unmut unter anderem auf Twitter Luft. Wegen einer technischen Störung konnten nach Angaben des Instituts am vergangenen Montag von 00.00 Uhr bis 08.30 Uhr Daueraufträge, Überweisungen und Lastschriften nicht verarbeitet werden.

Wie viele Kunden bei der Commerzbank und der Online-Tochter Comdirect betroffen waren, konnte ein Sprecher des Instituts am Dienstag in Frankfurt nicht sagen. Es handele sich um Konten mit der Ziffer „4“ an der achten Stelle der IBAN-Nummer.

Nicht ausgeführte Zahlungsaufträge

Zunächst nicht ausgeführte Zahlungsaufträge, die von einem Commerzbank-Konto abgehen sollten, hat die Bank mittlerweile weitgehend auf den Weg gebracht. Wer auf den Eingang von Geld wartet, sollte nach Angaben der Bank kontrollieren, ob die Zahlung eingegangen ist und sich gegebenenfalls mit dem Geschäftspartner oder dem Kundenberater in Verbindung setzen.

Daueraufträge und Lastschriften

Gerade zum Monatsanfang werden besonders viele Daueraufträge ausgeführt und Lastschriften eingezogen. Die Commerzbank hat nach jüngsten Angaben in Deutschland gut 13 Millionen Privat- und Firmenkunden.

Technische Probleme bei Banken gibt es immer wieder. Bei der Commerzbank konnten sich zum Beispiel Ende August Kunden für etwa drei Stunden nicht beim Online-Banking und mobil auf der App anmelden, auch der Einsatz von Karten war damals eingeschränkt. Zuvor hatte es Probleme mit sogenannten Pfändungsschutzkonten bei der Commerzbank gegeben.

Auch Paypal-Kunden, die ein betroffenes Comdirect- oder Commerzbank-Konto bei dem Online-Bezahldienst hinterlegt haben, mussten mit Einschränkungen rechnen. Wie eine Betroffene berichtet, wurde ihr Konto nach einem nicht ausgeführten Zahlungsauftrag aus dem Paypal-Konto entfernt und konnte in der App nicht wieder hinzugefügt werden. Betroffene können sich an die Paypal-Hotline wenden. (dpa, red)