Die Corona-Krise bedeutet nicht nur Sorge um die Gesundheit. Für viele Menschen geht es um die finanzielle Existenz.
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BerlinDie Corona-Krise bedeutet nicht nur Sorge um die Gesundheit. Für viele Menschen geht es um die Existenz. Wegen des Shutdowns werden Tausende Beschäftigte in Kurzarbeit geschickt. Firmen können Angestellte und Mieten nicht mehr bezahlen. Wir sagen Ihnen, wo Sie jetzt Zuschüsse beantragen können.

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KiZ oder Hartz IV beantragen

Firmen können Kurzarbeitergeld beantragen, wenn ein bestimmter Anteil ihrer Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen ist. Für die Arbeitnehmer bedeutet dies Einbußen. Denn die Bundesagentur für Arbeit zahlt nur einen Anteil des Nettolohnausfalls: 60 Prozent. Wer Kinder hat, bekommt 67 Prozent.  Manche, aber längst nicht alle Arbeitgeber stocken diese Lücke mit einem Zuschuss auf, so dass die Einkommensverluste abgemildert werden.

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Kindergeldzuschlag: Reicht das Geld nicht zum Leben, können verschiedene Hilfen in Anspruch genommen werden. Ab 1. April haben Familien mit kleinem Einkommen Anspruch auf zusätzlich 185 Euro pro Kind und Monat. Der „Notfall-KiZ“ (KiZ = Kindergeldzuschlag) ist ein Zuschlag zum Kindergeld und kann online beantragt werden. Ob und in welcher Höhe der monatliche Kinderzuschlag gezahlt wird, hängt vor allem vom eigenen Einkommen, den Wohnkosten, der Größe der Familie und dem Alter der Kinder ab.

Auf der Seite des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finden Sie alle Infos dazu. >>

Grundsicherung: Wenn durch den Bezug des Kurzarbeitergeldes das Einkommen des Haushaltes nicht mehr ausreicht, um die Lebenshaltungskosten zu decken, können Leistungen der Grundsicherung (Hartz IV) beantragt werden. Dabei erhalten die Beschäftigten mit Einkommen einen Freibetrag. In der Regel werden rund 20 Prozent des Einkommens nicht auf Hartz IV angerechnet, so dass der Zahlbetrag höher ist, als wenn kein Einkommen erzielt wird.

Ab dem 1. April soll zudem die Vermögensprüfung für den Bezug von Hartz IV für sechs Monate entfallen. Das bedeutet deutlich weniger Bürokratie für die Empfänger und einen schnelleren Erhalt der Unterstützung. Anträge sollen großzügig bewilligt werden. Außerdem werden die Ausgaben für Wohnung und Heizung in den ersten sechs Monaten des Leistungsbezugs in tatsächlicher Höhe anerkannt. Niemand soll wegen zu hoher Ausgaben für Wohnen in der Corona-Krise umziehen müssen.

Auf der Seite der Jobcenter finden SIe mehr Informationen sowie Merkblätter und Formulare dazu. >>

Wo bekommen Unternehmen jetzt Hilfen?

Die Bundesregierung hat unbegrenzte Kredite zur Überbrückung der Krise bereitgestellt. Diese gibt es bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Um die Liquidität für Unternehmen oder Selbstständige zu verbessern und laufende Kosten zu decken, können sie einen KfW-Kredit erhalten. Den Kredit beantragt man bei seiner Bank oder Sparkasse.

Auf der Seite des KfW finden Sie mehr Infos dazu. >>

Außerdem sollen sehr kleine Firmen, Freiberufler und Selbstständige für drei Monate Zuschüsse bis 15000 Euro erhalten.

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