Die Online-Börse kann wie eine Droge wirken.
Die Online-Börse kann wie eine Droge wirken.
Foto: imago

In den USA schockiert derzeit der Fall des 20-jährigen Alex Kearns die Öffentlichkeit: Wie viele andere junge Leute musste er wegen geschlossener Schulen, Universitäten und Lehrstellen im Zuge des Lockdowns sein geregeltes Leben aufgeben und von der Universität Nebraska nach Hause zurückkehren. Er suchte nach einem Zeitvertrieb und stieß auf eine Website mit dem Namen Robinhood. Die Website bietet Gratis-Handel vor allem mit kurzfristigen Aktienoptionen an – ist also eine Art Wettbüro im globalen Börsen-Zirkus. Für viele junge Leute ist der Anreiz, aus Nichts Geld zu machen, unwiderstehlich. Die Mitgliedschaft bei Robinhood kostet nach einem Gratis-Probemonat ein paar Dollar. Gebühren fallen so gut wie keine an, beim Beitritt wartet eine „Überraschung“ für den ersten Deal. Jeder kann auf Robinhood Optionen kaufen und auf künftige Kurse wetten. Doch was für Profis aus dem sogenannten Derivate-Geschäfte ein wichtiges Instrument zur Abschätzung und Absicherung von künftigen Geschäften ist, wirkt in den Händen von vielen Jugendlichen wie eine gefährliche Droge.

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