Berlin - Das Filialsterben im Berliner Bankengeschäft geht weiter. Nachdem die Commerzbank bereits vor Monaten angekündigt hatte, bundesweit 340 seiner rund 800 Filialen bis 2024 zu schließen, wird es für Berlin nun konkret. Bis spätestens Ende des kommenden Jahres wird das Netz der Bank von jetzt 36 auf 28 Filialen zusammengestrichen. Im Frühjahr hieß es noch, die Commerzbank wolle in jedem der zwölf Berliner Bezirke mit mindestens einem persönlichen Filialangebot präsent bleiben. Nun sind es also im Schnitt zwei pro Bezirk. Vorerst.

Hintergrund ist die zunehmende Digitalisierung der Bankgeschäfte, mit der die klassische Filiale an Bedeutung verliert. Für immer mehr Kunden wird das Smartphone zum wichtigsten Kontaktkanal. Allein bei der Commerzbank sei die Zahl der Banking-App-Nutzer in Berlin im vergangenen Jahr um ein Drittel gestiegen. Und natürlich sind Filialen auch teuer, was in Zeiten dauerhaft niedrigen Zinsen immer deutlicher wird. Auf die Zahl der jetzt zu schließenden Filialen hat sich die Bank eigenen Angaben zufolge mit den Arbeitnehmervertretern geeinigt.

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