Berlin - Flache Hierarchien, innere Führung und Effizienz – alles Prinzipien, die wir aus Erzählungen zum modernen Management kennen. Diese Prinzipien haben indes eine Tradition. Sie dienten bereits den Preußen als Methode, ihr Militär wie ihre Verwaltung Anfang des 19. Jahrhunderts agiler aufzustellen. Deutsche Führungskräfte tragen das nicht selten mit stolzer Brust vor. Selten wird in dieser Hinsicht hingegen ein anderer Teil der deutschen Geschichte betrachtet: der Nationalsozialismus. Auch Hitler bediente sich jener Methoden, nach denen auch aktuell viele Unternehmen funktionieren. 

Der französische Historiker Johann Chapoutot hat darüber ein Buch geschrieben. In „Gehorsam macht frei“ verfolgt er moderne Managementmethoden bis zu ihren Wurzeln im Nationalsozialismus zurück. Im Gespräch mit der Berliner Zeitung erzählt er, warum Hitlers Führungsprinzip im Grunde nicht autoritär war und wie Teile des SS-Kaders nach dem 2. Weltkrieg Managementschulen geprägt haben.

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