Dauerbrenner Reisekatalog: Trotz Internet kein Auslaufmodell

Auf die Frage, welche Zukunft hat der Reisekatalog angesichts der Konkurrenz durch das Internet hat, ist sich Tourismusforscher Martin Lohmann sicher: Das gedruckte Exemplar hat auch künftig eine Existenzberechtigung. „Denn die Informationsfülle im Internet ist überwältigend“, erläutert Lohmann seine Prognose. 

Persönliche Reisekataloge in Planung

Nach wie vor nutzen Sonnenhungrige nach Angaben der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) Kataloge und Prospekte bei der Suche nach dem Wunschziel für die schönsten Wochen des Jahres. „Es wird aber sicher eine größere Vielfalt geben. Der Trend geht zu schlankeren und kostgünstigeren Katalogen“, so Lohmann.

Es wird neben dem Klassiker mit allen Infos noch mehr ausgewählte Informationen für bestimmte Zielgruppen geben - bis hin zum personalisierten Exemplar für den Reisewilligen. Dabei erhält der Urlauber nach einem ersten Gespräch im Reisebüro innerhalb weniger Tage eine für ihn gedruckte Variante mit seinen Wunschreisezielen. „Die Wahrscheinlichkeit einer Buchung ist relativ hoch, weil der Kunde genau auf ihn zugeschnittene Informationen bekommt“, sagte Geschäftsführer des Instituts für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa (NIT) Lohmann.. 

Top 3: Reisekatalog, Reisebüro, Internet

Nach Angaben der FUR nutzen Sonnenhungrige zur Inspiration und Information verschiedene Quellen - online und offline. Reisekataloge und Prospekte zählten mit 31 Prozent zu den Top Ten, gefolgt von der Beratung im Reisebüro (26 Prozent), sowie von Websites für Unterkünfte und Ziele (jeweils 23 Prozent). Tendenziell lassen sich jüngere Urlauber den Angaben zufolge bei der Wahl ihres Reiseziels allerdings stärker im Internet inspirieren als ältere. (BLZ)