Berlin - Die Warnung ist deutlich und lässt wenig Spielraum für Interpretation. „Wenn wir nicht fundamental umsteuern, wird das verbleibende Budget an Treibhausgasemissionen, um eine globale Erwärmung um 1,5 Grad Celsius nicht zu übersteigen, bereits vor 2030 aufgebraucht sein.“ So steht es im Positionspapier des Rats für Nachhaltige Entwicklung (RNE) und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, das am Dienstag veröffentlicht wurde. Darin mahnen die Wissenschaftler, dass Deutschland mehr für den Klimaschutz tun müsse. Grünstrom sei noch immer zu teuer, Bürger und Unternehmen bräuchten Planungssicherheit – und der Preis für CO2 müsse steigen.

Zumindest diese Forderung kann schnell für Zündstoff sorgen. Seit Beginn des Jahres fällt auf CO2 in Deutschland bereits eine Steuer an. Zum Start kostet die Tonne 25 Euro. Bis zum Jahr 2025 soll der Preis schrittweise auf 55 Euro angehoben werden. Beim Tanken macht sich das schon heute bemerkbar – rund 7 Cent zusätzlich pro Liter gehen auf die CO2-Steuer zurück. Und das spüren die Bürger.

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