Die deutsche Bevölkerung fürchtet kaum etwas so sehr wie Inflation. Ökonomen hingegen plagt derzeit die entgegengesetzte Sorge: In den USA ist die Zentralbank beunruhigt, dass das Preisniveau so langsam steigt. In Japan kämpft die Politik mit Milliardenspritzen für eine höhere Inflationsrate. Und auch in Europa beherrscht das „D-Wort“ wieder die Debatten: Deflation, die Gefahr eines flächendeckenden Rückgangs der Preise. „Die deflationären Tendenzen in der Euro-Zone sind unbestreitbar“, warnt Carsten Brzeski, Ökonom bei der niederländischen Bank ING.

Seit einigen Monaten geht die Inflationsrate in der Euro-Zone zurück. Im Oktober kam jedoch der Schock: Die Teuerung fiel auf 0,7 Prozent und damit auf den tiefsten Wert seit November 2009. Das lag zum Teil an den sinkenden Energiepreisen. Aber auch die Kerninflationsrate, aus der schwankungsanfällige Preise für Energie, Tabak und Lebensmittel herausgerechnet sind, fiel auf nur noch 0,8 Prozent. Das ist klar unter dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB), die eine Inflationsrate von nahe, aber unter zwei Prozent anstrebt.

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